|
|
Unter den unzähligen Fischarten an
Norwegens Küste gibt es auch einige wenige welche unter gewissen Umständen
bei Verzehr und Verarbeitung eine Gefahr für unsere Gesund darstellen.
Neben den genannten Arten gib es auch noch einige weitere welche Stachel
aufweisen, jedoch besitzen diese im Regelfall keine Giftdrüsen. Je nach
Empfindlichkeit des einzelnen kann es hin und wieder vorkommen das nach
Verletzungen und Kontakt mit der Schleimhaut zu Rötungen und leichten Schmerzgefühl
kommt. Jedoch ist dies in der Regel nichts ernsthaftes und vergeht schnell
wieder. Bei den
giftigen Arten sollte stets ein Kontakt mit den Stacheln vermieden werden
und vor der Zubereitung sollten die entsprechenden Stellen herausgeschnitten
werden.
Die Abbildungen
wurden uns freundlicherweise von
www.uwphoto.no
zur Verfügung gestellt. |
|
|
|
PETERMÄNNCHEN |
 |
|
|
Die Stachelstrahlen der ersten Rückenflosse, sowie der kräftige Stachel
oben
an den Kiemendeckeln weisen Seitengruben mit giftigen Drüsengewebe auf.
Das Gift ist für den Menschen zwar nicht tödlich, jedoch sind die
Wunden äußerst
Schmerzhaft und in den meisten Fällen sind Krämpfe und Entzündungen die Folge.
Die Fische graben sich gerne im Sand des Flachwassers ein, wodurch sie für Badende
(welche auf die Stacheln treten) eine besondere Gefahr darstellen. Das
Petermännchen gehören zu Europas gefährlichsten Gifttieren.
Es existiert kein bekanntes Gegengift, es sollte schnellstmöglich ein Arzt
aufgesucht werden. |
|
|
SEEWOLF (Steinbeißer) |
 |
|
|
Seewölfe ernähren sich unter anderen von Muscheln und Seeigeln, welche
sie mit
Ihren Gebiss aufbrechen. Häufig kommen stabile Pilker nach Kontakt mit einem
Steinbeißer stark beschädigt mit komplett verformten Drillingen nach oben. Dies
zeigt bereits das bei Kontakt mit diesen Tieren äußerste Vorsicht geboten ist,
da sie uns problemlos das Handgelenk zerlegen oder schwere Verletzungen an den
Beinen und Armen zuführen können.
Aus diesen Grund ist beim Abschlagen und setzten des Kehlschnitts immer
auf den Kopf der
Tiere zu achten. Auf das abhaken sollte verzichtet werden, bis der Fisch
wirklich keine Bewegungen mehr macht, bis dahin den Fisch nach dem töten am
besten samt Vorfach in der Fischkiste ausbluten lassen. |
|
| DORNHAI |
 |
|
|
Ein kräftiger von Drüsengewebe
umgebener Dorn vor jeder Rückenflosse.
Eine Vergiftung durch das Toxin des Dornhais ist sehr selten, häufiger sind
lokale Effekte um die Stichstelle. |
|
|
ROTBARSCH |
 |
|
|
Die ersten drei Strahlen der
Afterflosse sind als kräftige Stachel ausgebildet, des weiteren weisen die
Tiere zahlreiche kleinere Stacheln im Kopfbereich
auf. Ein Stich kann zu
starken Entzündungen und Schmerzen führen.
Als Gegenmittel, welches zu einer deutlich Schmerzminderung führen soll gilt
das Auge des Barsches. Dazu das Fischauge aufstechen und die
Augenflüssigkeit in die Wunde einreiben. |
|
|
ZITTERROCHEN |
 |
|
|
Teile der Scheibenmuskeln und - nerven
auf beiden Seiten des Kopfes sind
zu elektrischen Organen umgewandelt.
Mit diesen können sie zum Beutefang und zur Verteidigung Stromstösse von
220V und 8 Ampere abgeben. |
|
|
SEETEUFEL, KNURRHAHN, GROPPEN (Seeskorpion, Seebull) |
 |
|
|
Vergiftungen werden für
unwahrscheinlich betrachtet und bisher gibt es
keine nachgewiesenen Fälle.
Durch Hautdrüsen an den Flossen wird ein leicht giftiger Schleim produziert,
dieser kann bei einen eindringen in die Haut durch einen Stich mit den meist
harten und spitzen
Flossenstrahlen (oder Messer, Angelhaken) teils schmerzhafte und lang
anhaltende Schmerzen und Entzündungen auslösen. |
|
|
CHIMÄREN (Seedrachen, Seekatzen, Seeratten) |
 |
|
|
Vor der hohen, dreieckigen ersten
Rückflosse steht ein langer, massiver Giftstachel, welcher von einem
Drüsengewebe umgebener. Die Schmerzen begrenzen sich meist auf die den
Bereich der Stichstelle. |
|
|
NEUNAUGEN, INGER |
 |
|
|
Die Tiere dieser beiden Fischfamilien
produzieren in ihren Hautdrüsen giftige Stoffe, diese können
Fressfeinde durch Abgabe ins Wasser abwehren. Beim Verzehr der Haut kann es zu
Vergiftungen kommen. Bei den beiden
genannten Arten befindet sich
wahrscheinlich auch im Fleisch Giftstoffe.
Bei Kontakt mit einem der Fische
kann es zu lokalen Hautreizungen kommen. |
|
|
DORSCH,
LACHSFISCHE |
 |
|
|
Bei diesen Fischarten weisen die
Geschlechtsorgane und deren Produkte Toxine auf. Besonders der Verzehr von
Fischeier und Rogen stellt eine
Gefahr dar.
Die selbe Gefahr geht unter anderen auch von Süßwasserfischen wie
Hechten
und Weißfischen aus. |
|
|
MEERAAL |
 |
|
|
|
Das Blut der Tiere enthält einen noch
unbekannten Giftstoff. Die Gifte sind anfällig gegen Hitze und werden somit
beim Braten oder Kochen zerstört. Vergiftungen, zu welchen es in den letzten
Jahrzehnten jedoch nicht kam, sind damit nur bei dem Verzehr roher oder
schlecht zubereiteter Fische möglich. |
|
|
MAKRELE,
SARDELLE, SCHWERTFISCH, HERING, SARDINE, STACHELMAKRELE, MAKRELENHECHTE,
THUNFISCH, GOLDMAKRELE |
 |
|
|
Die genannten Fischarten sind im
Normalfall nicht Giftig. Erst durch beginn
der Fäulnis der toten Fische
entstehen die Toxine. Bei dem Verzehr frisch gefangener oder durch eine
ununterbrochene Kühlkette geschützte Tiere besteht keine Gefahr.
Die Gifte werden durch Braten, Kochen oder Räuchern nicht zerstört. Ein
Zeichen für einen vergifteten Fisch kann dunkel gefärbtes Muskelfleisch und
ein scharfer, pfefferähnlicher Geschmack sein. |
|
|
|
Andreas Trommer |
|
|