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Fish'n Chips | Drucken |

Die Küche der Engländer ist nicht gerade berühmt für ausgefallene Gaumenfreuden. Schreckensgespenster wie Nierenpudding, Lamm in Minzsosse, zerkochtes Gemüse, gebratene Würstchen schon zum Frühstück, dazu der berüchtigte, meist ungewürzte Porridge mit Wasser: Es gibt scheinbar nicht viele Gründe ausser dem Trieb zur Lebenserhaltung in Großbritannien essen zu gehen.

Kein Wunder dass auch die Engländer gerne zu Fast Food greifen, das "grosse gelbe M" hat auch unter der Inselbevölkerung neben den vielen verschiedenen Anbietern auch exotischer Schnellgerichte aus den Weiten des Commonwealth seine Freunde gefunden. Aber immer noch ist das Pendant zur deutschen Currywurst, Fish`n Chips, eines der beliebtesten Schnellgerichte in England.

Man muss ja nicht gerade die Fritten mit den gebackenen Fischstücken "original" aus Zeitungspapier essen, mit Essigzwiebeln oder Mayo dazu. Man kann Fish`n Chips durchaus schmackhaft und dem normalen mitteleuropäischen Gaumen angepasst zubereiten und auf richtigen Tellern servieren.

Los geht das mit den Pommes Frites, den Chips, wie sie in Großbritannien genannt werden. Selbstverständlich kann man einfach zu den "Backofen - Fritten" greifen, die angeblich im Ofen gebacken genauso lecker wie fritierte Fritten sein sollen. Wers mag solls tun. Man kann auch massenweise unter den verschiedensten Anbietern von Kartoffelstäbchen wählen, die man gefroren ins heisse Fett wirft und auf bessere Zeiten hofft.

Wer aber schon mal selber aus frischen Kartoffeln Pommes Frites gemacht hat oder solche zu kosten bekam, wird sich kaum mehr an Backofen - oder TK - Fritten vergreifen. Und die Herstellung ist einfacher als man denkt. Mit dem einzigen Nachteil, dass man eine Friteuse braucht und dass Fritieren immer eine gewisse "Geruchsbelästigung bedeutet.

Will man Pommes Frittes selber machen, sollte man auf festkochende Sorten zurückgreifen, weil vorwiegend festkochende oder gar mehlige Kartoffeln beim Fritieren schnell zerfallen oder trocken schmecken. Auch heute noch kann man in vielen Haushaltswarengeschäften "Pommesschneider" kaufen, durch die man die geschälten Kartoffeln durchdrücken kann und am anderen Ende kommen gleichmässig dicke Kartoffelstäbchen raus. Aber man kann natürlich auch das Messer verwenden, um seine Pommes zu schneiden. Wichtig in beiden Fällen: Darauf achten dass Die Fritten nicht zu dünn sind.

Während des Schneidens der Kartoffeln kann man die Friteuse schon auf ca. 140 - 150 Grad vorheizen. Die gut abgetrockneten Kartoffelstäbchen (wichtig, damit kein Wasser ins heisse Fett kommt, da sind sonst üble Spritzer und/oder ein überkochen des Fetts zu befürchten) werden dann ca. 5 - 7 Minuten im heissen Fett vorgegart. Dann auf ein Gitter zum abtropfen geben, schliesslich ernährt man sich heute kalorienbewusst fettarm. Die Pommes sind somit schon vorbereitet, nun können wir den Fisch vorbereiten.

Dazu einfach grätenfreie Filetstücke (Fischart nach Wunsch, original mit Dorsch/Kabeljau) werden mit Salz und Pfeffer gewürzt, in Mehl gewendet, durch Ei gezogen und in Semmelbröseln paniert.

Eine Pfanne nicht zu heiss werden lassen und die panierten Filetstücke in genügend Öl ausbacken. Gleichzeitig die Pommes in der jetzt ca. 170 - 180 Grad heissen Friteuse knusprig braun ausbacken. Zum Servieren werden die ausgebackenen Fische kurz auf einem Tuch "abgefettet", die Pommes nachdem man sie durch Schütteln des Siebes von zuviel Fett befreit hat, in einer Schüssel mit einer Mischung aus 3 Teilen Salz, 1 Teil Paprikapulver und 1/2 Teil Pfeffer gewürzt.

Statt jetzt "Essig und Zwiebeln" als Beilage dazu zu geben, empfehle ich ausgebackene Zwiebelringe und einen schönen, nicht zu mild angemachten Blattsalat als Beilage. Diesen vielleicht auch nicht gerade zu den heissen Pommes und dem Fisch auf den Teller, sondern extra servieren.

Damit hat man zum einen zwar die "originale" Verbindung von Pommes, Fisch, Zwiebeln und Essig, aber in so "abgemilderter Form, dass es auch wirklich schmeckt. Da man das alles gut vorbereiten kann, eignet sich dieses Gericht auch sehr gut dazu, in relativ kurzer Zeit relativ viele Gäste zu beköstigen. Und gerade Kindern wird die Verbindung von Pommes mit Fisch vielleicht den Weg zum Fischfeinschmecker öffnen. Da sollte man sich auch nicht zu schade sein, auf Wunsch die Flasche Ketchup auf den Tisch zu stellen.

Guten Appetit!

Thomas Finkbeiner
 
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