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Stabkirchen | Drucken |
 
Die Stabkirchen sind ein Überbleibsel der Wikingerzeit. In der Zeit von 1100 und 1300 wurden ca. 1000 hölzerne Stabkirchen in Norwegen errichtet, davon sind heute lediglich noch 29 erhalten.
Diese entstanden im 11. und 12. Jahrhundert , sind aus Holz und haben eine außergewöhnliche Architektur. Senkrechte „Stäbe“ tragen die ganze Konstruktion und bilden das Kirchenschiff. Verziert sind die Kirchen mit heidnischen Elementen in Verbindung mit Symbolen der christlichen Kultur. Die Bauweise ist eine eigenständige Entwicklung und die Statik ähnelt dem Fachwerkbau. Die Kirchen stehen traditionell in Ost-West-Richtung mit dem Hauptportal im Westen und der Apsis im Osten. Das Innere der Kirchen ist fast dunkel. Es gibt verschiedene  Stabkirchen, z.B. gewöhnliche Kirchen mit einfachen und verhältnismäßig kleinen Bauten und große dreischiffige Bauten. Die Dächer sind meist mit handgeschnitzten schuppenförmig überlappenden Holzschindeln gedeckt. Die Schindeln enthalten Gravuren in denen das Regenwasser abfließen kann.
1. Borgund
2. Eidsborg
3. Fantoft
4. Flesborg
5. Garmo
6. Gol
7. Grip
8. Hedalen
9. Heddal
10. Hegge
11. Holtålen
12. Hopperstad
13. Høre
14. Høyfjord
15. Kaupanger
16. Kvernes
17. Lom
18. Lomen
19. Nore
20. Øye
21. Reinli
22. Ringebu
23. Rødven
24. Røldal
25. Rollag
26. Torpo
27. Undredal
28. Urnes
29. Uvdal
30. Vågå
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
     

Borgund

 

Die Stabkirche von Borgund ist die best erhaltene Stabkirche Norwegens.
Seit 2005 befindet sich bei der Stabkirche ein neuen Ausstellungscenter,
wo die Besucher Hintergründe zur Geschichte der Holzkirche erhalten.
Die Borgund-Kirche steht noch fast so da wie vor 800 Jahren, im Gegensatz zu vielen anderen Stabkirchen des gleichen Typs wurde diese weder verändert noch erweitert.
Ausgezeichnet wird die ganze Kirche durch detailreiche, kunstvolle Ausschmückungen. Besonders die Portale sind aufwendig mit Schnitzereien verziert.
Mit diesen Portalschnitzereien, Runeninschriften und
den Drachenköpfen gilt sie als eine der schönsten Stabkirchen des Landes.
Der hohe Mittelraum des Schiffs wird von freistehenden Masten getragen, welche gegeneinander und gegen die Umgänge abgesteift sind.
 
Weitere Informationen : Borgund Stavkyrkje


Eidsborg

 
Die Eidsborg Stabkirche stammt wahrscheinlich vom Beginn des 13. Jahrhunderts und wurde 1929 restauriert. Dabei wurden hinter den Panelen der Innenwände gemalte Ornamente und Figuren aus dem 17. Jahrhundert gefunden. Außerdem wurde die flache Decke, welche man 1845 eingefügt hatte, wieder entfernt.
Das besondere an dieser Stabkirche ist, dass neben dem Dach auch die Wände und die Eckpfosten mit Holzschindeln gedeckt sind.

Fantoft

 
Die Fantoft Stabkirche stammt ursprünglich aus aus Fortun, einen kleiner Ort am Nordende des Lusterfjords.
Die Stabkirche stammte vermutlich aus dem frühen 13. Jahrhundert.
Sie war vom Typ eine dreischiffige Säulen-Stabkirche, 1989 bekam sie eine neue Kanzel, und um 1700 wurde das Schiff gemalt.
1879 sollte sie zu Gunsten einer neueren Kirche abgerissen werden.
Der Bergener Konsul F. kaufte sie, um sie vor dem Abriss zu retten. 1883 ließ er sie in Fantoft, ca. 8 km südlich von Bergen, in einer idyllischen Umgebung wieder errichten.. Nach dem Wiederaufbau wurde sie nach ihrem neuen Standort in die Stabkirche von Fantoft umgetauft.
1992 wurde die Kirche von einem Jugendlichen, der dem Teufels-Kult angehörte, in Brand gesetzt und brannte bis auf die Grundmauer nieder.
In der Zeit von 1993 bis 1997 wurde auf der originalen Grundmauer eine Reproduktion der Kirche erstellt. Womit sie heute Norwegens jüngste Stabkirche ist

Flesberg

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Die Flesberg Stabkirche welche ursprünglich eine Säulen-Stabkirche war, stammt aus dem Ende des 12. Jahrhunderts und wurde 1735 zur Kreuzkirche erweitert.
Von der ursprünglichen Kirche sind nur Teile des Schiffs erhalten, welche heute den linken Flügel der Kreuzkirche bilden, sowie das reich verzierte Westportal und der Grundrahmen, welcher noch immer unter der Kirche existiert.
Die freistehenden Masten und der offene Dachstuhl wurden entfernt.
Die Bauteile der Stabkirche stammen aus verschiedenen Jahren, so ist die Kanzel von 1683, der Altar von 1745 und der Kirchturm von 1792.

Garmo
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Die Stabkirche von Garmo stammt ursprünglich aus der Nähe von Lom im Gudbrandsdalen, wo sie ca. 1200 gebaut wurde. Heute steht sie im Freilichtmuseum Maihaugen in Lillehammer.
Nach ihrer Errichtung wurde die Kirche mehrfach erweitert, so bekam sie einen neuen Dachritter, das Querschiff in Blockbauweise und eine Sakristei wurden ergänzt.
Des Weiteren wurde die Kanzel aus der Hustad Kirche in Romsdal integriert.

Mehr Informationen: Die Stabkirche von Garmo


Gol
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Ursprünglich wurde die Stabkirche im Jahre 1250 bei der alten Siedlung, oben am Berghang in der Nähe der heutigen Pfarrkirche von Gol errichtet.
Dort wurde sie bis 1881 genutzt, geriert jedoch immer mehr in verfall, so das sie nicht mehr genutzt werden konnte.
Der "Verein für den Erhalt norwegischer Geschichtsdenkmäler", kaufte die Kirche 1882 und errichtete sie im königlichen Hof von Bygdøy in der ursprünglichen Form und Größe, wo sie seit 1994 zu bestaunen ist.
Bei dem Wiederaufbau stieß man auf Probleme, da es die alten, hochstämmigen Kiefern nicht mehr gibt und somit das somit das Baumaterial schwer aufzutreiben war.
Die Kirche gilt als Schwester der Stabkirche von
Borgund

Grip
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Die Stabkirche von Grip befindet sich auf der gleichnamigen Insel im Nordatlantik, rund 15 Kilometer von Kristiansund entfernt.
Erstmals schriftlich erwähnt wurde die einschiffige Langkirche im Jahre 1589, man vermutet jedoch, dass sie bereits von 1470 stammt.
Im 15. und 16. Jahrhundert wurde die Insel von rund 4.500 Menschen bewohnt, heute besitzen einige Norweger hier noch ein Sommerhaus, ansonsten ist die Insel jedoch verlassen.
Die Häuser der Insel sind zum Teil denkmalgeschützt, ein Teil wurde leider auch schon durch heftige Stürme weggerissen, die Kirche hat bisher aber alles heil überstanden.
Die Außenwandplanken des Gebäudes wurden 1621 erneuert.
1933 wurde die Kirche durchgreifend restauriert, dabei wurde das Gebäude angehoben und das Fundament erneuert, sowie die Außenwände neu verkleidet und geteert.
Außerdem wurden einige Fensteröffnungen, welche nachträglich eingebaut wurden wieder zugemacht, so dass das Aussehen der Kirche nun ungefähr wieder dem des 17. Jahrhunderts entspricht.

Hedalen
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Die Stabkirche von Hedalen zählt zu den Langkirchen und ist in der Zeit von 1150 bis 1200 entstanden.
1699 wurde sie zur Kreuzkirche umgebaut, wobei auch gleich weitere Anbauten hinzukamen. Vom Original steht heute noch das ehemalige Langhaus, Teile des Svalgangs und das prächtige Westportal mit reichen Drachen-Schnitzereien.
Das innere der Kirche wird durch eine wunderschöne Madonnen-Figur, eine Christus-Figur am Kreuz, einen prachtvollen Reliquienschrein und ein ebenso schönes Taufbecken geschmückt.
Bis Ende des 19. Jahrhunderts geriet die Kirche zunehmend in Verfall, so dass man sie 1901-1902 grundlegend restaurierte.
Besonders Sehenswert sind die reichhaltigen Verzierungen der Türrahmen aus dem 13. Jahrhundert und die zahlreichen aufwendigen Wandmalereien im Kircheninneren aus dem 14. Jahrhundert.
Während der Zeit der Pest geriet die Kirche in Vergessenheit. Als man sie danach wieder entdeckte, fand man einen erschossenen Bären vor dem Altar.

Heddal
 
Die Stabkirche von Heddal wurde in der Zeit von 1147 bis 1242 gebaut und ist die größte in Norwegen erhaltene Stabkirche.
Gleichzeitig ist sie eine der ältesten Stabkirchen des Landes und darüber hinaus auch eine die weitestgehend unverändert erhalten ist.
Der Chor mit seinen sechs freistehenden Masten stammt von dem ursprünglichen Teil der Kirche, das Schiff mit den 20 Säulen und die Apsis hingegen wurden rund 100 Jahre später hinzugebaut.
1849-1950 wurde bei einer Restauration an der Fassade und im Inneren der Kirche von einem dänischen Architekten starke Veränderungen vorgenommen, was jedoch nicht gut ankam.
Deshalb wurde die Kirche 1950-1952 abermals restauriert und dabei im großen und ganzen so rekonstruiert, wie sie 1242 fertig gestellt wurde.
Vermutlich aus einer alten Säule wurden ein Taufbecken und ein runder Lehnstuhl geschnitzt.
 
Weiter Informationen:
Heddal Stavkyrkje

Hegge
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Die Hegge Stabkirche wurde erstmals 1327 schriftlich Erwähnt, erbaut wurde sie wahrscheinlich aber schon um 1200 wo sie Nachfolgerin zweier älterer Kirchen wurde.
Interessante Verzierungen wie ausgeschnittene Köpfe alter nordischer Götter auf der obersten Etage zieren die Kirche. Die 82 cm breite Eingangstür wurde aus einer einzigen Planke geschaffen.
1782 wurde der Altar von einen Künstler aus Heidal geschaffen, die dazugehörige Altartafel zeigt die Nachtwelt und den Garten Getsemane.
Als die Kirche 1923-1924 restauriert wurde, entdeckte man eine Runen-Inschrift, welche übersetzt lautet: "Erling Arnson schrieb diese Runen".

Holtålen
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Die sehr schlicht und einfach gehaltene Holtålen Stabkirche ist vom Typ der Langkirchen und stammt vermutlich aus dem Jahre 1170, wobei die erste schriftliche Erwähnung von 1345 stammt.
Ursprünglich stand sie in Haltdalen im Gauldal in Sør Trøndelag, seit 1920 befindet sie sich im Freilichtmuseum Sverresborg in Trondheim, wodurch sie zur nördlichsten Stabkirche Norwegens geworden ist
Diese kleine, wenig bekannte Stabkirche hat eine Grundfläche von lediglich
5 x 6 Metern.

Hopperstad
 
Die Stabkirche von Hopperstad ist idyllisch auf einem Hügel bei der Ortschaft Vik unweit des Sognefjords gelegen.
Mit ihrer Bauzeit zwischen 1150 und 1200 zählt sie zu den ältesten erhaltenen Stabkirchen, sie ist eine dreischiffige Säulen-Stabkirche, bei welcher freistehende Säulen im Schiff die Dachkonstruktion tragen.
Die erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1360.
In den 1880iger Jahren sollte die Kirche abgerissen werden, was der Architekt Peter Blix jedoch verhindern konnte. Stattdessen wurde sie restauriert.
Ursprünglich ähnelte sie den Stabkirchen von
Urnes und Kaupanger, bei der Restauration nahm man sich jedoch die Stabkirche von Borgund zum Vorbild.
So wurde der Svalgang, der Apsis mit dem Turm und der Dachreiter hinzugefügt.
Heute zählt die Kirche zu den sehenswertesten Bauwerken Norwegens.

Mehr Informationen:
Hopperstad Stavkyrkje

Høre
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Die Stabkirche von Høre (auch Hurum genannt)ist eine dreischiffige Basilika-Stabkirche und stammt wahrscheinlich aus der zweiten Hälfte des 12. Jarhunderts.
Wobei Teile der Kirche wahrscheinlich aus dem 11. Jahrhundert von einer anderen Kirche stammen.
1822 wurde die Kirche erstmals umgebaut, dabei verschwand der Chor.
Restaurationen und Instandsetzungen folgten, so wurden 1857 die Grundmauern instand gesetzt und 1884 wurde die Kirche restauriert und eine Sakristei hinzugefügt.
Das Friedhofsportal ist mit schönen Holzschnitzereien verziert, welche vom ehemaligen Dachreiter der Kirche stammen.

Høyjord
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Die Stabkirche Høyjord ist die südlichste des Landes.
Sie ist vom Typ der einschiffigen Langkirchen und gehört zu den so genannten Mittelmastkirchen. Die Dachkonstruktion wird zusätzlich zu den Säulen in den Ecken und evtl. denen in den Wänden von einem Mast in der Mitte des Schiffes getragen.
Die Kirche wurde wahrscheinlich in zwei Phasen erbaut, denn der Chor stammt aus dem späten 12. Jahrhundert und erst 100 Jahre später wurde das Schiff hinzugefügt.
1689 wurde der einstige Svalgang, welcher die Kirche umgab abgerissen, und bei einer Restauration 1905 wurden die Panele, mit denen die Kirche verkleidet war entfernt.
Doch 1950 wurde bei einer Restauration in ihr ursprüngliches Aussehen wieder hergestellt. Auch von den einst sehr zahlreichen Dekorationen, wurden einige renoviert.
An den Außenwänden hat man zwölf gemalte, fast unsichtbare Kreuze gefunden.

Kaupanger
 
Die Stabkirche von Kaupanger liegt im gleichnamigen Ort am Sognefjord.
Die Kirche gehört dem so genannten Basilika-Typ an und stammt vermutlich aus der Zeit von 1180.
In dieser Stabkirche fehlen die üblichen Andreaskreuze und die Masten der Längsseiten, die das Hauptschiff von den Seitenschiffen trennen, führen frei bis in den Fußboden
Die Verlängerung des Schiffes im Mittelalter verstärkt den wahrhaft basilika-ähnlichen Eindruck.
Zwei eher misslungene Umbauten im 17. Jahrhundert und im Jahr 1882, führte dazu, dass man 1965 die Kirche durchgreifend restaurierte und wieder in den Zustand des 17. Jahrhunderts zurückversetzte.
Bei Grabungen unter dem Fußboden, fand man Spuren zwei früherer Kirchen, bei denen die Pfosten im Boden eingegraben waren und die Außenwände auf Schwellen ruhten.
 
Mehr Informationen:
Kaupanger Stavkyrkje

Kvernes
 
Die Stabkirche von Kvernes liegt auf der Insel Averøy westlich von Kristiansund.
Die einfache einschiffige Langkirche ist etwa 1300 entstanden.
Von der alten mittelalterlichen Kirche ist allerdings nur noch das Schiff erhalten. 1633 wurde der ursprüngliche Chor abgerissen und durch den heutigen ersetzt. Teile des alten Chors wurden wiederbenutzt, um an der Westseite ein "Funt" (Taufraum) anzubauen.
Die Sakristei und das Waffenhaus vor dem Choreingang sind vermutlich 1670 angebaut wurden, genaue Daten sind aber nicht bekannt.
Des Weiteren wurde der Haupteingang von Westen nach Süden verlegt.
Aufgrund der inwendigen Ausschmückung des Schiffs nimmt man an, dass hier der gleiche Handwerksmeister wie an der Kirche von
Rødven am Werk war.

Lom
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Die Stabkirche von Lom stammt aus dem späten 12. Jahrhundert und ist eine der schönsten, noch erhaltenen Stabkirchen Norwegens, sie wird jährlich von mehren tausend Touristen besucht.
In ihrer ursprünglichen Form war sie vom Typ einer dreischiffigen Basilika (ähnlich der
Borgund Stabkirche), wurde jedoch im 17. Jahrhundert zur Kreuzkirche umgebaut.
Beim Anbau der Querflügel entfernte den Svalgang, der rund um die Kirche führte.
Seit der Restaurierung 1933, wo man die 1663 eingezogene niedrige Decke wieder entfernte, kann man die faszinierende Dachkonstruktion wieder bewundern.
Von der ursprünglichen Kirche sind bis heute die tragenden Säulen des Schiffs, eine Dachkante und einer der Drachenköpfe erhalten geblieben.
Die Kirche ist immer noch die regelmäßig benutzte Gemeindekirche Loms.

Lomen
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Ursprünglich dachte man, dass die Kirche aus der Zeit um 1170-1190 stammte, neueste Erkenntnisse deuten aber auf eine Bauzeit um 1250 hin.
Im 14 Jahrhundert wurde ein kleine Apsis und der Svalgang angebaut.
Bei einen kompletten Umbau der Kirche gegen 1750 wurde dies allerdings beides wieder entfernt. Da die Außenwände nach außen versetzt und das Dach erhöht wurde, wobei die Dachetagen auf eine reduziert wurden.
Wahrscheinlich war es während dieser Bauarbeiten, als das Holzdach gegen das heutige schiefergedeckte Dach ausgetauscht wurde.
Weitere Restaurationen folgten 1797, 1842 und 1970.
1960 wollte ein reicher Osloer Bürger die Kirche kaufen und nach Oslo bringen, dies lehnte der damalige Kirchenrat jedoch höflich ab.
Die Portale, der Chorbogen und die Säulenkapitelle sind reich mit Holzschnitzereien verziert, das Hauptportal zeigt die typischen kämpfenden Drachen, die mit Ranken verflochten sind.

Nore
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Die Kirche gehört zu den so genannten Mittelmastkirchen, bei denen die Dachkonstruktion neben den Säulen in den Ecken und eventuell in den Wänden auf einem Mast in der Mitte des Schiffes ruht.
Die Nore Stabkirche stammt vom Ende des 12. Jahrhunderts und wurde ursprünglich als einschiffige Langkirche mit schmalerem Chor und einer Apsis, sowie einem Svalgang gebaut. Sie wurde jedoch bereits im Mittelalter in Kreuzkirchenform mit Querflügeln in Stabbauweise umgebaut.
In der Zeit um 1655 wurde sie teilweise umgebaut, dabei bekam sie unter anderen neue Querflügel mit Galerien und besonders schöne und farbenprächtige innwendige Dekorationen.
Das Schiff ist zum Teil original erhalten, während die Sakristei und das Waffenhaus 1723 bzw. 1753 angebaut wurden.
Im Westportal können Sie reiche Verzierungen mit den traditionellen ineinander verflochtenen Ranken und Tieren betrachten.

Øye
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Obwohl eine Tafel über dem Eingang zum Kirchhof sagt, die Kirche stamme von 1125, ist sie wahrscheinlich aus dem späten 12. Jahrhundert.
Die Maße des Schiffs betragen 7 x 5,75 Meter.
Die Höhe jedoch ist mit 7,60 Meter für eine Stabkirche eher gering, man glaubt, dass das Dach einst höher war und später verniedrigt wurde. Die Stabkirche von Øye ist eine dreischiffige Stabkirche, der das erhöhte Mittschiff fehlt. Damit ist sie eine Rarität, denn neben der ehemaligen Nachbarstabkirche von Vang, welche heute in Brückenberg in Schlesien steht, ist sie die einzige erhaltene ihres Typs.

Reinli
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Die erste schriftliche Erwähnung der Kirche stammt von 1327, erbaut wurde sie wahrscheinlich im 13. Jahrhundert.
Sie war ursprünglich eine Langkirche mit gleich breitem Schiff und Chor unter einem hohen Satteldach, wie die Stabkirche von
Hedalen.
Später wurde das Schiff verlängert und sie bekam eine Apsis am Ostgiebel.
Um 1700 wurde die Kirche umgebaut, dabei wurde auch die Wand entfernt, die Schiff und Chor getrennt hatte und die Kirche bekam eine neue Einrichtung.
Vor der letzten grundlegenden Restauration überlegte man, das Schieferdach wieder zu entfernen und das ursprüngliche Holzschindeldach wiederherzustellen, da die Kosten dafür allerdings sehr hoch gewesen wären, hat man sich für die vorhandene Variante entschieden.
Im August 1979 wurde die Kirche nach der letzten Restauration wiedereröffnet.

Ringebu
 

Die Stabkirche von Ringebu ist vom dreischiffigen Basilika-Typs.
Sie stammt vermutlich aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts, die erste schriftliche Erwähnung stammt von 1270.
Die Kreuzkirche wurde 1631 umgebaut, dabei wurde der Chor angebaut, der durch eingezogene Querbalken auf der Höhe des ersten Dachrahmens stabilisiert wurde. Bei der Restauration 1992 wurde dies jedoch wieder entfernt, so dass nun das mittelalterliche Gebälk der Dachkonstruktion wieder sichtbar ist.
Während ihrer Existenz wurde die Kirche einige male verschönert, so wurde 1686 das Altarbild, 1703 die Kanzel und 1720 die Dekorationen an den Innenwänden angebracht.


Rødven
 
Die Stabkirche von Rødven befindet sich auf einer Halbinsel im Romsdalsfjord nordöstlich von Åndalsnes.
Die Kirche ist eine einschiffige Langkirche, welche wahrscheinlich um 1300 erbaut wurde, einzelne Teile sind allerdings schon älter, unter anderen das Nordportal von 1100 und dem Kruzifix von 1200.
Aufgrund von Teilefunden unter dem Fußboden, welche bis Ende des 11. Jahrhunderts zurückdatiert werden können, vermutet man dass hier früher eine ältere Kirche gestanden hat.
Circa 1600 wurde der Chor und 1651 die Sakristei angebaut.
Mit ihrem reich verziertem, wunderschönem Inventar wird sie von einigen als die schönste Stabkirche der Provinz Møre og Romsdal angesehen.
1712 wurde der Dachreiter und das Altarbild ergänzt.

Røldal
 
Die Stabkirche von Røldal im südlichen Hardanger stammt aus dem frühen 13. Jahrhundert und wurde erstmals 1422 schriftlich erwähnt.
Sie ist vom Typ der einschiffigen Langkirchen und benötigt nur vier Ecksäulen um Konstruktion zu tragen.
Noch heute existiert die trennende Wand mit einem offenen Torbogen zwischen Schiff und Chor.
Trotz einiger Restaurationen im 17. und 18. Jahrhundert und einer letzten 1915-1918, wo sie vollständig repariert wurde, ist das meiste des Schiffs und des Chors noch im original erhalten.
Im 17. Jahrhundert wurde das Kircheninnere wunderschön und farbenprächtig dekoriert.
Bis in die protestantische Zeit hinein war diese Kirche ein Wallfahrtsort für kranke Menschen, da dem mittelalterlichen Kruzifix über dem Altarbild heilende Wirkung zugeschrieben wurde.
 
Mehr Informationen:
Røldal stavkyrkje

Rollag
 
Die Rollag Stabkirche hatte ursprünglich einen Chor mit Apsis in Stabkirchenbauweise und wahrscheinlich auch einen Svalgang rundherum.
Heute sind von diesem mittelalterlichen Gebäude nur noch die vier runden Ecksäulen des Schiffs und Fragmente der Wände erhalten.
Der Chor wurde 1666 erneuert und es wurden Fenster eingesetzt.
1697-99 durchbrach man die Längswände und setzte die Seitenflügel ein.
1702 kamen die Galerien in den Seitenflügeln dazu, und 1739 wurde die Sakristei angebaut.
1752-53 erfolgte ein weiterer Umbau, wobei das Kircheninnere mit herrlich blauen Malereien ausgeschmückt wurde.
Neben Dekorationen im Chor, die aus dem 17. Jahrhundert stammen und 1933 entdeckt wurden, schmückt die Kirche ein Altarbild von 1670, ein spätgotisches Kruzifix und eine Rokokokanzel von 1763.

Torpo
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Die Stabkirche von Torpo stammt aus dem zweiten Teil des 12. Jahrhunderts und ist damit das älteste Gebäude im Hallingdal.
Einst war sie eine Stabkirche des Borgunder Typs mit Schiff, etwas schmalerem Chor und Apsis. Davon ist jedoch nur noch das Schiff vorhanden.
Da der Chor und Apsis sowie der Svalgang abgerissen wurde, unterscheidet sie sich mit ihrer viereckigen und hohen Form deutlich von den anderen Stabkirchen ihres Typs.
Der Verein zur Bewahrung norwegischer Kulturdenkstätten kaufte die Kirche 1880, als sie Kirche vollständig abgerissen werden sollte. Hatte aber leider nicht genügend Geld zur Bewahrung der kompletten Kirche, rettete aber durch den Kauf zumindest das Schiff, so dass es auch heute noch besichtigt werden kann.
Ein kunstvoll geschnitztes Portal und ein Deckengemälde mit Motiven von St. Margareta gehören zum Inventar der Kirche.

Undredal
 
Bei einer Restaurierung der Kirche fand man die Jahreszahl 1147, woraus man schließt, dass die Kirche in dem Jahr gebaut oder in Betrieb genommen wurde. Damals wurde sie als einschiffige Langkirche gebaut und hieß St. Nicolai Kapelle.
Ihr heutiges Aussehen bekam sie wohl bei einem Umbau 1722, bei diesem wurde sie so verändert, dass heute kaum noch Teile der ursprünglichen Kirche erhalten sind.
Mit ihren 40 Sitzplätzen, soll sie die kleinste noch genutzte Stabkirche sein. Circa einmal monatlich findet hier noch Gottesdienst statt.
Bei einer Restauration 1962 wurden mehrere Schichten Farbe abgewaschen, wodurch lange vergessenen leimfarbenen Dekorationen wieder zum Vorschein kamen.
Das innere der Kirche schmückt ein Kronleuchter mit fünf geschnitzten Tierköpfen von 1647, eine Kanzel von 1696 und zwei Messingleuchter auf dem Altar von 1702.
 
Mehr Informationen:
Undredal

Urnes
 
Die Stabkirche von Urnes wurde im frühen 12. Jahrhundert (ca. um 1120-1150) errichtet. Bei dem bau wurden Teile einer noch älteren Kirche verwendet, die wiederum Zeichen eines noch älteren Gebäudes aufweisen, welches ein heidnischer Tempel gewesen sein könnte.
Die erste schriftliche Erwähnung stammt von 1323.
Das wertvollste erhaltene und älteste Teil der Kirche ist das ehemalige Nordportal, welches reich mit Schnitzereien versehen ist.
Es ist berühmt für seine Ornamentik mit bänderartigen Leisten und schlanken, eleganten Tierformen. Die Säulen oder “Stäbe” im Inneren der Kirche haben kelchförmige Kapitelle mit Motiven wie Elche, Löwen, Schlangen, Tauben oder Drachen.
Als älteste Stabkirchen Norwegens wurde sie von der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes der Menschheit aufgenommen.
 
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UNESCO Welterben
 
Mehr Informationen:
Urnes Stavkyrkje

Uvdal
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Ursprünglich in den späten 1100er Jahren als einschiffige Langkirche gebaut, wurde sie 1720 zur Kreuzkirche umgebaut.
Von dem Ursprünglichen Bau ist heute noch der vordere Teil des Schiffs mit dem Mittelmast erhalten.
Um 1800 wurde schließlich eine kleine Sakristei an die Nordseite des Chors angebaut.
Im frühen Mittelalter wurden die Portale, die Halbmasken über dem Chorbogen und die Holzschnitzereien der Westgalerie hinzugefügt.
Des Weiteren wurden die Renaissance-Dekorationen im 17. und die Rokoko-Ornamente im 18. Jahrhundert geschaffen.
Ausgrabungen unter dem Hauptfußboden, deuten darauf hin, das hier vorher schon eine noch ältere Kirche gestanden hat.
Das Interieur der Kirche ist besonders prächtig und farbenfroh.

Vågå
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Die Stabkirche von Vågå wurde ursprünglich als einschiffige Stabkirche im frühen 12. Jahrhundert gebaut. Die erste schriftliche Erwähnung stammt bereits von 1130.
Im Zeitraum von 1625 bis 1630 wurde die Kirche versetzt und zu einer Kreuzkirche umgebaut, dabei wurden Teile der alten Kirche wieder verwendete, so zum Beispiel die geschnitzten Wandtäfelungen, die jetzt das Hauptportal der Kirche schmücken.
Die ganze Kirche wird durch gediegene, farbenprächtige Schnitzereien verziert.
Außerdem schmückt die Kanzel, das Altarbild aus dem 17. Jahrhundert und das Taufbecken aus dem Mittelalter das innere der Kirche.

Andreas Trommer
 
 
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