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Einführung in die Wetterkunde | Drucken |

Hoch und Tief

Wind, Lufttemperatur und Niederschläge werden durch folgende Faktoren beeinflusst: Luftdruckänderungen, Luftfeuchtigkeit und der Temperatur.

Ein Hoch entsteht:

  • über Gebieten die stärker abgekühlt sind als die Umgebung,
  • da abgekühlte Luft die Luftmassen verdichtet (sich zusammenzieht),
  • dadurch schwer wird und herabsinkt
  • und somit der Luftdruck steigt.

Ein Tief entsteht:

  • über Gebieten die stärker erwärmt sind als die Umgebung,
  • da erwärmte Luft die Luftmassen ausgehnt,
  • dadurch leichter wird und nach oben steigt
  • und somit der Luftdruck fällt.

Der Luftdruck wird heutzutage in Hektopascal (hPa) angegeben und mit dem Barometer gemessen. Der mittlere Luftdruck auf Meeresniveau beträgt 1.013 hPa.

Wind

Wind ist nichts anderes als sich bewegende Luft. Und Luftbewegungen entstehen generell durch unterschiedliche Luftdrücke, da die bewegende Luft (Wind) versucht, die Druckunterschiede zwischen einem Hoch und einem Tief auszugleichen. Dabei strömt die Luft generell aus Hochdruckgebieten in Tiefdruckgebiete.

Je höher dieser Druckunterschied zwischen einem Hoch und einem Tief ist, desto stärker ist die Luftbewegung = desto stärker ist der Wind!

Für uns Angler ist es also wichtig zu wissen, daß die Höhe des Druckunterschiedes zwischen Hoch und Tief die Stärke des Windes beeinflusst.

Anhand von Wetterkarten werden solche Druckgefälle in Hoch- und Tiefdruckgebieten durch Linien gekennzeichnet, den Isobaren. Da wir aber auf See meist keine aktuellen Wetterkarten verfügbar haben, möchten wir darauf auch nicht gezielt eingehen. Nur der Form halber sei hierbei erwähnt: eng liegende Isobaren auf Wetterkarten, welche ein starkes Druckgefälle symbolisieren, bedeuten starken Wind. Weit auseinander liegende Drucklinien "versprechen" lauen Wind.

Was wir aber auf See messen können ist der Luftdruck! >

Luftdruckänderungen

Die Änderungen des Luftdrucks geben Hinweise auf das sich entwickelnde Wetter! Wir können uns also anhand eines on Board verfügbaren Barometers ein sehr gutes Bild verschaffen, wie sich das Wetter entwickelt.

  • eine schnelle Änderung des Luftdruckes bedeutet meist eine instabile Wetterlage und wir sollten (müssen) mit einer raschen Wetteränderung rechnen!
  • ein starker Abfall des Luftdruckes geht immer mit einer wesentlichen Wetterverschlechterung einher, begleitet von extrem starken Winden!!!
  • Fällt der Luftdruck um mehr als 1 hPa pro , so müssen wir von sich ankündigenden Stürmen ausgehen!

Könnt Ihr also anhand eures Barometers on Board einen raschen Druckabfall feststellen, so fahrt schnellstmöglich unter Land bzw. in den Heimathafen!

Windrichtung

Der Wind weht an Norwegens Küsten generell aus einem Hoch rechtsherum heraus, um linksherum in´s Tief reinzulaufen. Man kann also grob die Lage der Druckgebiete ausfindig machen:

  • fahren wir gegen den Wind, so liegt das Tief Backbord (links) Ost bis Nord-Ost und das Hoch Steuerbord (rechts) Nord bis Nord-West.
  • haben wir den Wind im Rücken, so liegt das Tief Steuerbord (rechts) Süd bis Süd-West und das Hoch Backbord (links) Süd bis Süd-Ost.

Nebel

Nebel entsteht immer, wenn die Luft zu 100% mit Wasserdampf gesättigt ist und dieser dann daraus resultierend kondensiert! Dieser Sättigungsgrad wird durch hohe Temperaturdifferenzen zwischen dem Wasser und der Luft erreicht.Vor allem im Winter, Frühjahr und Frühsommer wird durch lang anhaltende Sonneneinstrahlung die Luft über dem Meereswasser schnell erwärmt, was durch die Reflektionswirkung der Wasseroberfläche noch verstärkt wird. Das Meereswasser ist noch relativ kalt. Gelangt in diesem Fall feuchtwarme Luft über das Wasser, so wird die Luft nahe der Wasseroberfläche stark abgekühlt. Durch diese schnelle Abkühlung nimmt die relative Luftfeuchte zu, so daß diese Luft schnell mit Wasserdampf gesättigt ist. Der nun überschüssige Wasserdampf kondensiert aus und verursacht den Nebel. Diese zur kalten Jahreszeit vorkommenden Kaltwassernebel sind urtypisch für küstennah gelegene Gewässerabschnitte. Meist bildet sich dieser Nebel über Nacht und löst sich morgens wieder auf > im Frühjahr meist erst zur Mittagszeit. Kaltwassernebel bildet sich generell bei warmer Luft über zu kaltem Meereswasser.

Es gibt aber auch den sogenannten Warmwassernebel, der sich wiederum bei verhältnismässig warmen Wasser und darüberliegender sehr kalter Luft bildet. Warmwassernebel bildet sich demzufolge meist im Spätherbst, da die Luft schon relativ kalt ist, daß Wasser aber noch gut temperiert ist, von den warmen Sommermonaten. Warmwassernebel sind meist ausgedehnter und voluminöser, als Kaltwassernebel im zeitigen Frühjahr.

Jirko Kruszona 

 
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