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Thermik und Gewitter | Drucken |

Thermik > See- und Landwind

Ein jeder von uns kennt sie, oder wird sie noch kennenlernen > die thermischen Winde unter Land bzw. in den Fjorden.

Bei Sonneneinstrahlung und schönem Wetter, erwärmt sich das Küstenfestland und das Meereswasser unter der gleichmässigen Sonneneinstrahlung unterschiedlich schnell! Daraus resultiert eine differenzierte Erwärmung der Luftmassen über dem Land und über dem Wasser. 

Wir haben im Kapitel Einführung Wetterkunde gelernt, daß Luftbewegungen (Wind) durch Druckunterschiede zwischem Luftmassen (Hoch und Tief) entstehen. Land- und Seewinde entstehen immer nur in Küstennähe und nicht auf dem Atlantik! Dennoch geschieht hierbei nichts anderes als auf dem Atlantik. Wir kommen jetzt noch einmal auf die gleichmässige Sonneneinstrahlung auf das Küstenfestland und den Wasserbereichen unter Land zurück:

  • Vormittags erwärmt sich die Luft über auf dem Küstenfestland Norwegens schneller, als auf dem Wassern im Küstenbereich bzw. in den Fjorden, da die thermischen Strahlen vom Festland reflektiert werden. Sie dehnt sich also über dem Festland aus, steigt auf und der Luftdruck über dem Festland fällt! Dadurch bildet sich ein thermisches Tief! Über dem Wasser bleibt die Luft relativ kühl, da das Wasser die wärmenden Strahlen der Sonne schluckt. Über dem Wasser bildet sich also ein thermisches Hoch, da die kalten Temperaturen über dem Wasser die Luftmassen verdichtet > der Luftdruck steigt > es bildet sich über dem Wasser ein thermisches Hoch. Durch diesen Luftdruckunterschied entsteht ein Seewind, der Tagsüber generell auflandig weht! In der Regel weht der thermische Wind am frühen Nachmittag am stärksten und erreicht nicht selten 3-4 Bft.


 

  • Abends geschieht das genaue Gegenteil. Die Luft über dem Land kühlt sich rascher ab, als die über den küstennahen Wasserbereichen. Über dem Festland verdichtet sich die Luft, fällt herab und es entsteht ein thermisches Hoch. Da die Luftmassen über dem Wasser nicht so rasch abkühlen, entsteht so ein Druckunterschied und auf dem Wasser bildet sich Abends meist ein thermisches Tief. Druch diesen Luftdruckunterschied entsteht ein Landwind, der Abend generell ablandig weht. Er ist jedoch meist schwächer als der um die Mittagszeit auflandig wehende Seewind.

In den Fjorden macht sich der Seewind bei starker Sonneneinstrahlung zur Mittagszeit bis zum frühen Nachmittag nicht selten als heftiger Fallwind bemerkbar!

Gewitter

Die Laune der Natur und für uns Angler eine Bekanntschaft, die keiner machen möchte. Darum möchten wir Euch im folgenden ein paar interessante Informationen geben, wie ihr herannahende Gewitterfronten erkennen könnt, um vor diesen zu "flüchten".

Generell ist mit Gewittern nicht zu spassen, da sie meist mit starken, phasenweisen Böen (nicht selten Orkanstärke), heftig wechselnden Windrotationen- bzw. Drehungen und starken Regenfällen einhergehen. Ganz zu schweigen von den begleitenden Blitzschlägen. Man unterscheidet 2 Gewitterarten:

Frontgewitter (Kältegewitter):

ziehen immer mit der Kaltfront eines Tiefdruckgebietes über größere Areale hinweg. Sie können zu jeder Jahreszeit auftreten und haben meist eine grundlegende Änderung des Wetters zur Folge.

Wärmegewitter:

treten nur lokal auf. Sie entwickeln sich meist an sommerlich heißen Tagen (in der Regel nachmittags). Ein eindeutiges Merkmal für sich entwickelnde Wärmegewitter ist drückende Schwüle und diesige Luft! Am westlichen bis südwestlichen Horizont bilden sich typische Gewitterwolken: riesige Haufenwolke, die meist klar dunkel / hell getrennt sind > eine Schicht mit Eispartikeln gefüllt (hell) und eine dunkle Schicht.

Meist nimmt der Wind bei einer solch herannahenden Wolkenfront rapide ab und hat nicht selten eine kurze, komplette Flaute zur Folge. Wenn ihr solche eine Gewitterfront ausfindig macht (permanent den Horizont beobachten), müsst ihr umgehend auf dem schnellsten Weg den Heimathafen anlaufen bzw. geschützte Gebiete aufsuchen.

Diese Wärmegewitter führen meist eine extrem starke Böenwalze mitsich, die direkt unter dem Gewitter liegt. Mit dieser Böenwalze sollte keiner konfrontiert werden, da diese meist orkanartig verlaufen, begleitend von heftigem Regen!

Kurzum:

  • Ein aufziehendes Wärmegewitter erkennt man meist an hell / dunklen, mächtigen Haufenwolken
  • und kurz einschlafendem Wind (Flaute), der dann wieder auffrischt und nicht selten aus einer ganz anderen Richtung kommt als vor der Flaute.

 

Jirko Kruszona

 

 

 
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