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Regional und jahreszeitlich
unterschiedlich sind in Norwegen viele unserer Zielfische mit Nematoden
befallen. Dabei handelt es sich um parasitär lebende Würmer, die sich
überwiegend in den Eingeweiden der Fische ansiedeln, bei starkem Befall sind sie
jedoch auch im Muskelfleisch zu finden.
Wenn das Fischfilet in der
Küche durchgebraten wird, sind diese Nematoden zwar für uns Menschen
gesundheitlich unbedenklich, zumindest wirkt sich so ein Wurm auf dem Teller
aber meist negativ auf den Appetit (zumindest auf den der Dame des Hauses) aus.
Um also für das nächste
Jahr wieder die Absolution für den Norgetrip zu bekommen, sollten wir tunlichst
Vorkehrungen treffen, nur wurm-freie Filets mit nach Hause zu bringen.
So sehen die Biester aus,
wenn man sie aus dem Fleisch entfernt hat
Schon direkt nach dem Fang
können wir Vorsorge treffen.
Es scheiden sich zwar die
Geister der Gelehrten darüber, ob nun die Würmer nach dem Abschlagen und Kehlen
des Fisches von den Eingeweiden in das Muskelfleisch wandern oder ob sie bleiben
wo sie sind.
Schaden kann es aber
nichts, den Fisch bald nach dem Kehlen auch auszunehmen.
Zumindest an heißen Tagen
und/oder langen Angeltörns wirkt sich dies auf jeden Fall positiv auf die
Qualität der Filets aus.
Nach dem Filetieren heißt
es dann die Filets auf Würmer zu überprüfen und diese ggf. zu entfernen. Da die
Würmer in das Fleisch eingebettet sind, können sie in der Regel ohne
Hilfsmittelchen nur schwer erkannt werden.
Hält man sie jedoch gegen
eine starke Lichtquelle ist dies kein Problem mehr.
Ich verwende dazu einen
einfachen Halogenstrahler aus dem Baumarkt (150W), den ich in eine Kiste mit
transparenten Deckel stelle.
Hierzu habe ich eine
Plastik-Transportbox (die zufällig im Keller rumlag) ein wenig umgebaut.
In den Deckel wurde mit der
Stichsäge ein rechteckiges Loch geschnitten und von außen mit Silikon ein Stück
Plexiglas (ebenfalls aus dem Baumarkt aufgeklebt)
Damit der Halogenstrahler
durch die Plexiglasscheibe später nicht zu stark blendet habe ich die Scheibe
durch Anschleifen mit dem Schwingschleifer milchig gemacht.
Da der Halogenstrahler im
Betrieb eine gehörige Hitze entwickelt kamen ringsum in die Seitenwände noch
Lüftungslöcher, sowie in eine Seite noch ein größeres Loch, durch den der
Stecker des Strahlers durchpasst.
So sieht das Ganze dann
aus:
Hier mit dem Strahler:
Und noch geschlossen mit
eingeschaltetem Licht:
Apropos Hitzeentwicklung –
trotz der Lüftungslöcher wird die Kiste bei längerem Betrieb heiß. Also nicht
stundenlang mit dem Teil arbeiten und sich dann wundern, wenn die Plaste zu
schmelzen beginnt oder gar das ganze Teil abfackelt.
Also ab und zu mal mit der
Hand fühlen, wie heiß das Ganze wird und im Zweifelsfall die Lampe ausschalten
und mal eine Zigarettenpause machen.
Wer die Arbeit mit der
ganzen Bohrerei und Sägerei scheut, kann es sich auch ganz einfach machen.
Im Baumarkt gibt es auch
transparente Transportboxen.
Diese einfach hochkant
stellen, Halogenstrahler rein, obendrauf noch eine Plexiglasplatte (damit man
eine ebene Arbeitsfläche hat) – fertig.
Hier die handwerklich
einfache Version im Einsatz:
Damit diese „Durchleuchte-Boxen“
während der Anreise nicht unnötig Platz wegnehmen, haben Sie noch den angenehmen
Nebeneffekt, dass man sie während der Anreise im ursprünglichen Sinne des
Erfinders verwenden kann – als Transportboxen. Und genügend Kram haben wir
Angler ja (leider?) genügend, um die Kisten voll zu bekommen.
Viel Spaß beim Basteln und
späteren Würmer – Suchen.
Robert Gaßner
PS: Die ursprüngliche Idee
zu der einfachen Version der Durchleuchtebox stammt nicht vom mir sondern vom
AB-Mitmeber "Jack".
Bernd – vielen Dank für
diese genial einfache und einfach geniale Idee.
Sicherheitshinweise
- der Halogenstrahler sollte maximal 150 Watt besitzen, da bei einer höheren Wattzahl, durch starke Hitzeentwicklung Unfallgefahr besteht
- Der Strahler sollte sicher aufgestellt sein, und es sollte darauf geachtet werden, das kein Wasser an den Strahler kommt
- Der Strahler sollte mindestens einen Schutzgrad von IP54 (Spritzwassergeschützt) aufweisen
- für den Fall, das der Strahler doch mit Wasser in Berührung kommt, sollte er nur an Steckdosen verwendet werden, welche mit einen Fehlerstromschutzschalter (FI-Schutzschalter) mit 30 mA abgesichert sind.
In Deutschland ist dieser Standard, doch in anderen Ländern sollte man sich kurz darüber informieren.
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