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Meeresangeln in Norwegen - Grundausrüstung | Drucken |
Meeresangeln in Norwegen - Grundausrüstung
 
Das erste mal Norwegen steht vor der Tür und nun fragen sie sich ob Ihre Ausrüstung tauglich ist oder ob sie noch was dazu kaufen müssen? Keine Sorge, diese Fragen quälten bislang wahrscheinlich schon jeden Norwegen Reisenden.

Beim Meeresangeln kann man grundsätzlich 4 Einsatzgebiete unterscheiden:
 
Leichtes / Mittelschweres Spinnfischen
 

Zielfische beim leichten und mittelschweren Spinnfischen sind vor allem Makrelen, Hornhechte, Meerforellen, Wittlinge etc.
Ruten mit einem Wurfgewicht von ca. 40g sind dazu ideal.
Als Rollen kommen Stationäre (2500er Größe) oder kleine Baitcaster-Multirollen zum Einsatz. Man sollte ca. 200m einer 5-7kg tragenden Schnur auf der Rolle haben. Ob Geflochtene oder Monofile bleibt dabei dem persönlichen Geschmack überlassen.
Alles in Allem lässt sich sagen, dass das leichte und mittelschwere Spinnfischen am ehesten dem Angeln entspricht welches man aus heimatlichen Gefilden kennt. Neue Ausrüstung muss man sich daher nur selten beschaffen. Denn eine Zanderrute oder leichte Hechtspinnrute dürfte nahezu jeder Angler sein Eigen nennen. Der Preis für eine solche Ausrüstung beginnt insgesamt ab ca. 100€.

Beispiel-Kombo:
Rute: Zebco Topic Scan Spin M 15-50g (ca. 30 €)
Rolle: Shimano Technium Fa 2500 (ca. 120 €)
Schnur: Power Pro 0,10mm (200m - ca. 40 €)
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Schweres Spinnfischen / Leichtes Pilken
 

Auch beim schweren Spinnfischen bzw. leichten Pilken bewegen wir uns noch in einem Bereich der vielen deutschen Anglern von der Ostsee her bekannt sein dürfte.
Wenn man in Tiefen bis ca. 100m auf Seelachse und Dorsche angeln möchte kommt man meist mit einer Rute mit einem Wurfgewicht zwischen 80-150g aus. Bei den Rollen sollte man aber spätestens jetzt auf eine gute Qualität achten. Eine hochwertige Stationäre oder kleine Multirolle mir einer Schnurfassung von ca. 300m 0,15 -0,20 er Geflochtener (4000er Größe) ist in den meisten Fällen ausreichend. Man kann diese Kombos außerdem noch zum abendlichen Plattfisch- oder Aalansitz vom Ufer aus benutzen. Wer sich eine solche Rute zulegen möchte sollte im Fachhandel Ausschau nach sogenannten Lightpilk-, Seaspin- oder Seajigger-Ruten halten. Eine wirklich solide Ausrüstung bekommt man für insgesamt ca. 200-250 €.

Beispielcombo:
Rute: Sportex Carat Spin 5dl (ca. 100 €)
Rolle: Spro Red Arc 10400 (ca. 90 €)
Schnur: Fireline 0,17mm (300m - ca.35 €)

 
Leichtes Naturköderangeln
 

Viele Gebiete Norwegens, gerade im südlicheren Bereich, bedürfen keinerlei schweren Gerätes, da die fischbaren Tiefen zwischen 50 und 100 m liegen. Insbesondere sandige Buchten sind hier reich an größeren Flundern, Schollen oder Flügelbutts. Auch „Ententeichbedingungen“ erlauben oftmals den Einsatz von leichtem Gerät in größeren Tiefen, was einen Heidenspaß mit sich bringt. Leichte Bootsruten der Klasse bis maximal 20 lbs. sind ideal um Bleie von 100 g bis max. 250 g zu führen. Ideal bestückt sind diese Ruten mit Multirollen mit einer Kapazität von max. 500 m geflochtener Schnur der 10 – 12 kg Klasse.
Für einer gute Ausrüstung sollte man ca. 250 – 300€ für Rute, Rolle und Schnur einplanen.
 
Beispielcombo:
Rute: Shimano Speedmaster 12 – 20 lbs. (2,28 m) (ca. 100 €)
Rolle: Abu Garcia 7000C4 LD (ca. 130 €)
Schnur: Cormoran Zoom 7 0,12 (500m ca. 50 €)

 
Mittelschweres Pilkfischen / Mittelschweres Naturköderangeln
  

Beim mittelschweren Pilken oder Naturköderangeln kommt das „typische Norwegengerät“ mit welchem man in Tiefen bis ca. 150-300m vordringen kann (je nach Strömund und Drift) zum Einsatz. Das bedeutet Bootsruten der 20-30lbs Klasse, stabile Multirollen und ca. 500-600m 0,20er – 0,25er Geflochtene. Köder- bzw. Bleigewichte bis zu ca. 500g stellen hier in etwa die Obergrenze dar. Häufig weisen diese Rollen bereits einen Rollerendring auf, dieser schadet nicht – ist aber nicht zwingend erforderlich.
Wer eine gute mittelschwere Ausrüstung möchte sollte sich auf ca. 250 – 300€ für Rute, Rolle und Schnur einstellen.
 
Beispielcombo:
Rute: Yad Hitra 30lbs (ca. 100 €)
Rolle: Penn Super Mariner 49L (ca. 100 €)
Schnur: Powerline Meer  0,21mm (600m ca. 70 €) 
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Schweres Pilken / Schweres Naturköderangeln
 
Wer es auf die ganz dicken Burschen (Heilbutt, Großleng, Großdorsch etc.) abgesehen hat oder in „Extrembereichen“ wie etwa Wrackangeln oder dem Straumenfischen sein Glück versucht der braucht schweres Gerät.
30 - 50lbs Boots-Ruten mit großen qualitativ sehr hochwertigen Multirollen und mind. 700m 0,25er – 0,40er Geflochtener zählen hier zur Standardausrüstung. Der Einsatz von Köder/Bleigewichten bis zu gut einem Kilogramm sind hiermit möglich. Ein Rollerendring ist hier zu empfehlen – oftmals haben diese Ruten durchgehende Rollerringe, was sicher auch kein Nachteil ist. Das ganze hat natürlich seinen Preis 400 – 800€ sollte man schon rechnen.
 
Beispielkombo:
Rute: Balzer Edition 71° North Boat 40 lbs (ca. 110€)
Rolle: Penn International 16s (ca. 550€)
Schnur: Whiplash Pro 0,24mm (1000m - ca. 160€)
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Zubehör und kleine "Helferlein":

Gaff: ein scharfes und stabiles Gaff sollte auf jedem Boot vorhanden sein. Oftmals befindet sich bereits ein Gaff auf dem gemieteten Boot.

Messer: Ein kurzes, feststehendes Messer brauchts natürlich auch auf dem Boot. Es sollte keine 30cm Klinge haben und auch nicht übertrieben scharf sein. Ein normal geschärftes Messer reicht um Köder zu scheiden, die Schnur zu kappen und Fische zu kehlen. Wer mit einem "Rasiermesser" auf dem wackligen Boot hantiert kann böse Schnittverletzungen davontragen.

Kescher: Ein großmaschiger, langstieliger Kescher ist ebenfalls empfehlenswert. Sowohl um beim Angeln vom Ufer Höhenunterschiede zwischen Wasser und eigenem Standpunkt zu kompensieren als auch um Fische die evtl. zurückgesetzt werden sollen möglichst schonend zu landen.

Schneidebrett:  Wenn man sich Naturköder zurechtschneiden möchte leistet ein unspektakuläres Schneidebrett wertvolle Dienste.

Tücher: Ein paar Tücher sollten auf keinem Boot fehlen. Wenn man Fische schlachtet bekommt man unweigerlich schmutzige Hände und man ist dankbar wenn man sich selbige mal vernünftig abwischen kann.

Eimer: Ein Eimer gehört nicht nur zum "Abschöpfen" an Bord, sondern hilft auch Wasser ins Boot zu bekommen:
um sich damit die Hände zu waschen, oder nach der Makrelenjagd die "Sauerei" zu beseitigen. Am sinnvollsten ist es, den Eimer an einer Schnur zu befestigen, dann kann man bequem Wasser schöpfen. Hat man keine Schnur zur Verfügung kann kurzfristig auch mal der Hosengürtel missbraucht werden.

Wirbel, Sprengringe und Co.: Hier sollte man das Geld nicht anschauen. Die Ausrüstung ist nur so gut wie der schwächste Punkt. Knotenlos Verbinder, Wirbel, Sprengringe, Quetschhülsen und dergleichen sollten immer von sehr hoher Qualität sein. Wem einmal bei einem guten Fisch der Wirbel aufgebogen ist, weiß warum! 

Kompass: Auch wenn viele Boote mit GPS- oder gar Kombigeräten ausgestattet sind, ein Kompass ist und bleibt auf jedem Boot unerlässlich.

 
 
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